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Ein neues Zuhause

In diesem Bereich können Sie Berichte und Geschichten über unsere erfolgreich vermittelten Schützlinge nachlesen, die ein glückliches neues Zuhause gefunden haben.

Wenn Sie Ihren Bericht hier veröffentlichen möchten, so schreiben Sie uns eine E-Mail an info@tierherberge-egelsbach.de mit dem Betreff: Ein neues Zuhause.

Wir stellen Ihren Bericht dann hier ein (gerne auch mit einem Foto Ihres Schützlings).

Ein neues Zuhausecfi | 26.09.2011

Fee von Lohberg, ehem. Faith

Hallo allerseits,
 
ich heiße jetzt Fee vom Lohberg (vormals Faith) und wohne seit über zwei Monaten in Nieder-Ramstadt.
 
Auf dem Foto seht ihr mich rechts neben meiner neuen Freundin Anny, die gerade sehr müde ist. Wir belagern nun gemeinsam
das Sofa und die anderen müssen unten auf dem Teppich sitzen. Pech, weggegangen - Platz gefangen... so geht das hier!

In einer Woche wurde ich stubenrein und habe gelernt, wie man unfallfrei eine Treppe rauf und wieder runter kommt.
Hier gibt es viel Neues zu sehen und zu lernen, auch wird man oft gestreichelt und geknutscht. Sogar gebadet und gebürstet wurde ich schon, bin nun mächtig flauschig und frisch.  Da ich ein Windhund -Mix bin, bekomme ich nun zwei maßgeschneiderte Windhundgeschirre, voll schick!  Der Gen-Test wird demnächst verraten, welche Rassen in mir stecken! Egal, ich lasse mich trotzdem auf dem nächsten Windhund-Festival blicken. Dort werde ich nochmals vermessen und bekomme einen Regen- und einen Wintermantel, da wir Windhunde es kuschelig mögen!

Ich kenne mittlerweile alle Nachbarhunde und mit einigen laufe ich auch schon meine Wald- und Wiesenrunden. Da ich immer sehr nett und freundlich bin, mögen mich alle sehr.  Ich liebe hohe Wiesen und bekomme stets minutenlange Rennanfälle, allerdings noch an der Schleppleine!

Ach, noch eine Bitte an Tierheim-Hundeinteressenten: Bitte gebt nicht gleich auf, wenn es nicht so läuft, wie ihr euch das vorgestellt habt. Wir Tierheim-Hunde brauchen oft ein bisschen länger. Das macht Mühe, ist aber der Mühe wert, da wir es euch um ein Vielfaches zurück geben mit Treue, Anhänglichkeit und viel Liiiiiiiiiiiiiiiiiiiiebe!
 
Eure Fee vom Lohberg
 
 
(von Marlies Winkelmann-Steinert, Mühltal)
 

Ein neues Zuhausecmi | 25.02.2011

Ronja alias Baby Bee

"Liebe Tierfreunde,

auch ich möchte Euch erzählen, wie es mir das letzte halbe Jahr in meinem neuen Zuhause geht. Ich fühle mich pudelwohl, mein Lieblingsplatz ist auf der Couch neben meinem Frauchen, kuscheln macht wirklich viel Spass, könnte ich den ganzen Tag machen.

Zuerst mußte ich mich an meinen neuen Namen gewöhnen. Das war garnicht so einfach, da sich auch die Menschen um mich herum - wie z.b. in der Hundeschule Möckelsee - auch sehr schlecht daran gewöhnen konnten, und ich somit immer wieder "Baby Bee" anstatt "Ronja" gerufen wurde. Und wenn sich die Menschen noch nicht einmal daran gewöhnen konnten :), wie dann ich? Aber auch das ist Schnee von gestern.

Anfangs hat mir auch das Autofahren überhaupt keine Freude bereitet. Aber mittlerweile freue ich mich wenns ins Auto geht, da es dann meistens heißt: "GASSI GEHEN"

Seit 2 Monaten heißt es für mich: jeden Samstag Hundeschule! Somit muß ich auch am Wochenende früh aufstehen, obwohl ich doch so gerne lange schlafe. Ohne ausgiebige Streicheleinheiten am frühen Morgen stehe ich nämlch total ungern auf. Und wenn es dann noch regnet, würde ich mich am liebsten wieder zurück auf die Couch verkrümeln.

Auch wenn die Hundeschule anstrengend ist, gehe ich trotzdem sehr gerne dort hin, gerade weil danach ja der tolle Auslauf beginnt und ich 1,5 Stunden mit anderen Hunden herumtollen darf. Ich gebe mir mit dem Hören auch wirklich schon Mühe. Aber ich weiß auch, wie ich mein Frauchen um den Finger wickeln kann. Ich darf auch mittlerweile ohne Leine laufen. Draußen gibt es so viele tolle Dinge zu entdecken. Am liebsten buddel ich nach Mäusen, habe auch schon einige gefangen, aber ich lasse sie leben. Macht ja auch viel mehr Spass mit einer lebenden Maus zu spielen, als mit einer toten. Mein Frauchen findet das zwar oft nicht so toll, da ich in dieser Phase auch überhaupt keine Lust habe zu hören. Ist aber auch wirklich verdammt schwer, ich finde nämlich dann alles andere toller als so ein blödes Leckerli. Aber oft tue ich meinem Frauchen auch den Gefallen und komme nach dem ersten Pfiff angerannt, ich will ja nicht, dass sie immer böse auf mich ist und außerdem habe ich Angst, dass ich dann eventuell gar nicht mehr frei laufen darf.

Da mein Frauchen den ganzen Tag berufstätig ist, hat sie sich eine super Idee einfallen lassen. Ich werde jeden Tag von meiner eigenen Hundenanny abgeholt und abends holt mich mein Frauchen dann dort wieder ab. So kann ich jeden Tag mit anderen Hunden herumtoben. Ich fühle mich dort rund um wohl, was besseres hätte mir echt nicht passieren können. Schaut Euch doch einfach mal meine Tagesstätte an: http://www.tierischunterwegs.de
Dort war ich auch schon  manchmal über Nacht, wenn mein Frauchen etwas vor hatte.

Das war ein kleiner Einblick in mein neues Hundeleben.

Vielleicht sehen wir uns ja demnächst im Hundeauslauf, dort bin ich fast jeden Samstag, manchmal auch sonntags, anzutreffen.

Eure Ronja"

Ein neues Zuhausecfi | 19.04.2010

Hermine & Henry

Am 10.03.2004 musste ich mein Deutsch Drathaar Rüde "Basko" nach 19 Jahren über die Regenbogenbrücke schicken, ich dachte nach diesem Hund kann es keinen mehr geben.

Jedoch die Zeit ohne Hund, war gar nicht gut. Also im Internet nachgeschaut und Hermine früher "Mine" gefunden. Dann ging es auf nach Egelsbach! Was ich da sah war erschreckend, Hermine war erst zwei Wochen vorher aus Italien gekommen,ganz verbissen und abgemagert saß sie ganz hinten in einer Ecke. Aber es war Liebe auf den ersten Blick.
Am 1. April 2004 kam Hermine nun in ihr neues Zuhause. Hermine hatte Angst vor Mülltonnen, sie ging nicht daran vorbei wenn sie auf der Strasse standen, vor Kinderwagen, vor allem was rollte hatte sie Angst. Sie ging nicht in Räume, die einen dunklen Fußboden hatten. Sie geht bis heute nicht im Dunkeln die Treppe rauf oder runter. Was hat dieser Hund alles erlebt und ertragen.Heute nach sechs Jahren ist Hermine ein super Hund, sie ist jetzt zehn Jahre und die kleinen Wehwechen wie Athrose, Atritis sind da, hören tun wir auch nicht mehr so gut und manchmal sind wir auch ein klein wenig dement.

Im September 2008 überlegte ich mir, ob es nicht gut für Hermine wäre, wenn nicht noch ein Gefährte für sie da wäre. Mein Gedanke war nochmals einen älteren Hund zu mir zu nehmen, aber mein Tierartzt meinte es wäre für Hermine vielleicht besser, einen jüngeren Hund zu nehmen. Also, die gleiche Tour nach Egelsbach, ja und da saß er: Herkules aus Griechenland, heute heißt er Henry.

Was für ein Irrwisch, zappelig, hippelig immer am Brummeln und am Bellen. Die Fahrt nach hause war ein Fiasko und ich hatte schon alle Bedenken, ob das gut geht. Hermine war sauer über das, was ich da anbrachte; ich dachte Henry muss zurück, aber am nächsten Tag hat sie Henry akzeptiert. Dann begann die Arbeit. Ich war oft mit den Nerven am Ende und wollte aufgeben, zu dem lebhaften kam noch hinzu, dass Henry einen unwahrscheinlichen Jagdtrieb hatte; also konnte er immer nur an der Leine gehen. Es hatte für Hermine jedoch einen unwahrscheinlichen Antrieb, dass eine junger Hund zu ihr kam. Sie spielte auf einmal und war manchmal richtig kindig. Nach 6 Monaten durfte Henry auch in das Bett von Hermine und bei näheren Begegnungen gab es Küsschen. Heute ist Henry nun 1 1/2 Jahre bei mir; auch er ein Superhund, jetzt etwas ruhiger, er weiß wo er hingehört. Seit sechs Wochen läuft er auch ohne Leine, wenn jedoch eine interessante Spur da ist, dann hilft alles Rufen nichts, weg ist er. Nach etwa dreißig Minuten kommt er wieder an und ist voller Freude wenn er uns sieht. Wir wohnen direkt am Wald und da hat er auch die Möglichkeit alleine nach Hause zu kommen.

Es war viel Arbeit, es kostete viele Nerven und ich war oft am Ende, aber ich bereue nicht eine Sekunde von der ganzen Zeit die ich bis jetzt mit Hermine und Henry hatte und ich hoffe es werden noch ein paar schöne Jahre.

Frau Seber

Ein neues Zuhausecmi | 13.01.2010

Mein neuer Job

Hallo, hier ist Coen. Zuerst einmal möchte ich Euch herzlich danken für die Zeit, die ich in Eurem Wohnheim verbringen durfte, wie auch für die berufliche Fortbildung dort! Diese zwei Jahre haben wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich jetzt wieder in einer Festanstellung befinde.

Wie Ihr ja wisst, wurde ich vor sechs Monaten als Personal Trainer auf Lebenszeit engagiert. Die Arbeit ist anstrengend und mein Arbeitstag ist sehr lang. Es ist wirklich ein Fulltime-Job! Morgens um acht Uhr geht es los mit dem ersten Dauerlauf im Wald. Die Dame des Hauses erhält hier die erste Trainingsstunde des Tages in flottem Gehen mit kurzen Sprints, verbunden mit Kraftübungen für die Arm- und Rückenmuskulatur. Auch unterziehe ich sie verschiedenen Balanceübungen, insbesondere auf vereistem Untergrund. Reaktionstests führe ich ebenfalls durch. Mittags begeben wir uns ins hauseigene Trainingszentrum im Außenbereich. Dort trainiere ich meinen Arbeitgeber im Ballwurf, unterbrochen von schnellen Spurts. Nachmittags erfolgt das Ausdauertraining. Mindestens ein- besser zweistündiges strammes Marschieren in unwegsamem Gelände unter ständiger Beanspruchung des Bizepses durch Gegenzug. Häufige Hochbelastung durch Übungen wie  z.B. Tauziehen an einem Zehn-Meter-Seil. Am Abend gibt es dann noch ein kurzes Gemeinschaftstraining zu dritt. Bei diesem lege ich Wert auf Geschicklichkeitsübungen, indem ich versuche, meine Arbeitgeber unverhofft zu Fall zu bringen. Da ja Körper und Seele eine untrennbare Einheit bilden, kommt auch der Bereich Entspannung nicht zu kurz. Zurzeit vermittele ich meinen Arbeitgebern eine den Geist beruhigende Atemtechnik durch eine spezielle Übung, das Kontaktliegen. Eine extrem entspannende Wirkung hat auch die Ohren- und Bauchmassage.

Mich selbst halte ich durch Training im Außenbereich fit. Hier geht es darum an der Außenbegrenzung möglichst schneller entlang zu laufen, als die dort befindlichen KFZ fahren können. Natürlich steht der Wassersport bei mir nach wie vor an erster Stelle! Durch meine Arbeit treffe ich viele andere Trainer im Wald, mit einigen habe ich mich angefreundet. Es gibt dort sogar Trainer, die ebenfalls bei Euch zur Fortbildung waren, z.B. Twist und Rocky.

Also, ich bin mit meinem neuen Job sehr zufrieden! Die ersten Erfolge sehe ich auch schon. Meine Arbeitgeber sind häufig an der frischen Luft, haben rosige Wangen und die Ausdauerübungen schlagen auch an. Leider neigen beide zu einer gewissen Ungeschicklichkeit, besonders auf Glatteis. Dies ist dann sehr lustig anzusehen! Ich selbst bekomme viele Komplimente über mein gutes Aussehen. Mein Gehalt bekomme ich in Naturalien, Kost und Logis. Die Verpflegung und Unterbringung ist hier sehr gut und meine Arbeitgeber versuchen mir jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Das klappt auch schon recht gut! Wenn jetzt noch meine Chefin aufhören könnte, mir gelegentlich Mahlzeiten aus Gemüse und Obst zuzubereiten, wär's wirklich perfekt...

Ihr seht also: mir geht es gut und ich bin glücklich durch Eure Hilfe eine Festanstellung gefunden zu haben.

Es grüsst Euch Alle herzlichst, Euer Coen

P.S.: Anmerkung der “Arbeitgeber”: unser kleiner Chaot ist das Beste, was uns passieren konnte! Wir lieben ihn sehr mit allen Verrücktheiten, die er an sich hat. Seine Kosenamen sind kaum aufzählbar: Bernsteinauge, Inspektor, Kindebub, HopSing (weil er so schön hüpft, wenn er sich aufregt!) und viele andere. Offiziell lautet sein Name eher: Coen Langsam Nein Pfui-ist-das Jetztisses- aber-gut. Fußgehen klappt prima - in der Wohnung. Die Autos scheucht er immer noch am Zaun entlang und irgendwann schmeißt er uns mit der Schleppleine garantiert noch um... Nachmittags ist er bei meinem Mann im Geschäft. Die Leute dort sind verrückt nach ihm, stopfen ihn mit Leckerli voll und haben ihm vieles beigebracht. Wäre toll, wenn sie ihm das Anspringen wieder abgewöhnen würden! Dafür kann er jetzt aber ganz entzückend Pfote geben:-)

Ein neues Zuhausecmi | 23.10.2009

Aus dem Welpen Püppi wird unser toller Hund Lucy,

am 09.08.2007 hat Lucy (alias Püppi) zusammen mit 6 Geschwistern in der Tierherberge Egelsbach das Licht der Welt erblickt und ein großer Dank geht an das gesamte Team für die Fürsorge und Mühen der ersten Wochen, bis wir Lucy Ende September 2007 im Alter von 8 Wochen abholen und zu uns nach Hause bringen konnten.

Und nun berichtet Lucy:

Als ich ganz klein war, war ich in einem Raum zusammen mit meiner Mutter und meinen Geschwistern und tollte rum. Auf einmal standen 2 Menschen vor mir und sagten "die ist ja süss, die hat ein blaues und ein braunes Auge, die nehmen wir". Das waren also mein Herrchen und mein Frauchen. Nach 1 Woche standen beide wieder vor mir, ich musste von meiner Mutter und meinen Geschwistern Abschied nehmen, wurde in eine Wolldecke gepackt und es ging ab, in mein neues Zuhause. Meine erste Autofahrt war ganz toll und ich hatte gar keine Angst, so als hätte ich dies schon tausendmal gemacht. Zu Hause angekommen wurde ich vor ein Tier (mein Herrchen und Frauchen nennen es Katze) gesetzt und bekam gesagt, "das ist Tussy, die schon 15 Jahre bei uns ist" vertragt euch und freundet euch an. Dies habe ich mir zu Herzen genommen und Tussy und ich sind Freunde geworden, ich darf sie sogar ablecken.

In den ersten Wochen musste ich lernen, stubenrein zu werden. Das hat ganz toll geklappt sagt mein Frauchen, auch wenn in den ersten beiden Wochen so manches daneben ging. Aber ich war ja auch erst 10 Wochen alt. Dann kam mein erster Tierarztbesuch. Impfen, Chipen usw.. Ich habe alles über mich ergehen lassen und mein Tierarzt und ich sind bis heute gute Freunde. Ich habe mein erstes Weihnachtsfest erlebt - es gab Geschenke - nur an diesen großen Baum durfte ich nicht gehen. Mein erstes Silvester - war nicht so schön - diese Knallerei ging mir ziemlich auf die Nerven, so dass ich gar nicht Gassi gehen wollte. Da ich mich in den ersten Monaten meines Lebens so toll entwickelt hatte, alle Hunde und Menschen waren meine Freunde, musste ich auch in keine Hundeschule. Ich habe alles selbst gelernt. Ist doch toll. Das müssen die guten Gene meiner Eltern sein. Da ich in einem Vorort von Frankfurt zu Hause bin, musste ich die ersten paar Monate immer an der Leine Gassi gehen. Dann wurde mein Frauchen etwas mutiger und ließ mich auf einem Feldweg in einer Gartenanlage, die etwa 10 Minuten von meinem Zuhause entfernt ist, von der Leine los. Sie wollte wohl mit mir spielen und ich bin auch zwei mal zu ihr gelaufen. Aber dann dachte ich mir, es wäre doch schön, wenn Frauchen zu mir gelaufen kommt und bin beim dritten mal einfach an ihr vorbeigelaufen. Sie hat irgend etwas hinter mir hergerufen so wie "Lucy bleibt stehen oder so ähnlich". Aber ich wollte mal sehen, wer schneller ist und bin den ganzen Weg nach Hause gelaufen. Frauchen hat mich auch nicht eingeholt. Erst am Tor zu meinem Zuhause. Irgendwie hat dieses Spiel meinem Frauchen aber nicht gefallen und ich musste dann wieder an der Leine Gassi gehen.

Und als das Frühjahr kam, bekam ich noch ein zweites Zuhause. Mein Herrchen und Frauchen haben auf einem Campingplatz ein großes Grundstück mit einem Wohnwagen. Und dort sind sie und jetzt auch ich, immer vom Frühjahr bis zum Herbst am Wochenende. Das Grundstück liegt direkt am Wald und führt zu einem See. Dort gehen am Tag ganz viele Hunde vorbei und ich kann durch meinen Zaun jeden begrüßen und ein Gespräch unter Hunden führen. Auch habe ich dort viele Freunde. Einen Schäferhund, einen Berner-Senne und einen Mops. Der Mops ist mein Favorit.

Dann kam mein erster Sommer und mein erster Besuch beim Hunde-Frisör. Ich sah mittlerweile aus wie ein Flockadi-Teppich und Frauchen meinte, ich müsste sicher geschoren werden. Aber meine Frisöse sagte, dass ist ein so schöner Hund und der ist das Fell auch gewohnt. Den entstellen wir doch nicht, indem wir ihn scheren. So wurde ich 2 Stunden gebürstet, gewaschen und gefönt und habe ganz still gehalten. Wie immer bekam ich auch hier ein Lob, was ich doch für ein toller Hund sei, dass ich beim ersten mal das alles mit mir machen lasse. Dann sah ich ganz toll aus, wie in kleiner Eisbär. Nur, dass habe ich nun davon, dass ich so brav bin. Ich muß jetzt alle 4 Wochen zum Frisör, da ich mich zu Hause nicht bürsten lasse. Dann nehme ich reißaus und verstecke mich, bis die Gefahr vorüber ist.  Aber wer schön sein will, der muss halt leiden.

Und dann im Juli 2008 gab es eine schöne Überraschung für mich. Mein Frauchen hat im Gästebuch der Tierherberge einen Eintrag über mich geschrieben. Kurz darauf meldet sich per E-mail Ines Scheliga und teilte uns mit, sie habe meinen Bruder Pinsel, der jetzt Pino heißt, und würde sich freuen, wenn wir einen Kontakt herstellen könnten. Dies haben wir auch sofort getan und noch im Juli hat Ines, Adi und Pino uns besucht. Das war ein ganz tolles Wiedersehen und ich habe mich mit Pino sofort ganz toll verstanden (ist ja bei Geschwistern nicht immer so). Die Treffen haben wir auch beibehalten.

Meinen ersten Geburtstag am 09.08.2008 haben wir dann ganz groß gefeiert. Ich hatte sogar eine Torte und Gäste, die mir Geschenke gebracht haben. Und im September 2008 am Tag der offenen Tür, haben wir dann die Tierherberge Egelsbach besucht, weil ich mich dem Team einmal zeigen wollte. Dort hat mich bis auf eine vom Team keiner erkannt, weil ich ein so schöner Hund geworden bin. Obwohl, ich glaube meiner Mutter sehe ich doch etwas ähnlich.

Im Herbst bin ich dann das erst mal richtig läufig geworden. Da gab es dann ein kleines Problem, da viele meiner Hundefreunde Rüden sind. Und nach einem Besuch bei meinem Tierarzt wurde dann die Entscheidung getroffen - mich hat natürlich keiner gefragt - dass ich Sterilisiert werden soll. Und dies ist dann auch im Februar 2009 geschehen. Den Eingriff habe ich ganz toll überstanden; bereits 2 Stunden nach der Operation rief der Tierarzt bei meinem Frauchen an und meinte, holten sie doch bitte ihre Lucy bei mir ab, die stellt mir die ganze Praxis auf den Kopf, so fitt sie die schon wieder. Nur dass mit der Halskrause, die ich 2 Wochen tragen sollte, habe ich mit mir nicht machen lassen. Damit kommt man ja in gar kein Versteck. Ich habe so lange gequängelt, bis mein Frauchen bereits am nächsten Tag ein Einsehen mit mir hatte und mir dieses komische Ding vom Hals genommen hat. Mein Frauchen hat mir dann Bodys genäht und ich habe ausgesehen wie ein Rollmops. Aber sogar der Tierarzt war damit einverstanden und somit ist er auch wieder mein Freund.

Zur Zeit genieße ich mein Leben auf dem Campingplatz, mache mit Herrchen tolle Spaziergänge vorbei an meinem Lieblingsbach in dem ich schwimmen kann und fühle mich "pudelwohl" und in meinen ersten beiden Lebensjahre - in drei Wochen feiere ich meinen 2. Geburtstag - habe ich alles gelernt, was ein toller Hund wissen und kennen muß. Dies behaupten jedenfalls mein Herrchen und Frauchen.

Liebe Grüße ans Team - Lucy -

Zum Schluß noch eine Anmerkung:
Als wir uns für Lucy entschieden hatten, wurden wir sehr ausführlich darüber belehrt, dass ein Welpe sehr viel Arbeit macht und wir es uns gut überlegen sollen, ob wir einen Welpen nehmen.  Wir haben die Entscheidung bis heute nicht bereut, denn wenn man mit ansehen kann, wie aus einem kleinen Wollknäul ein so toller Hund wird ist dies eine Erfahrung die wir nicht missen möchten. Es gab mit Lucy von Anfang an bis heute keinerlei Probleme. Sie ist einfach ein toller Hund, den wir ins Herz geschlossen haben.

Viele Grüße - Klaus + Monika Beyer